Review: RAGE

Geposted von , am 8. Januar 2012, in Action-Adventure, First-Person-Shooter, Highlight, Review, Semi-Open World, Keine Kommentare

Fahrzeuge im ÖdlandRAGE war ein hochgelobter Titel. Die meisten Cover von Game-Zeitschriften zierte ein großes Special zum angeblich neuen Hit des Publishers Bethesda. Doch was steckt wirklich in RAGE?

Das Game ist laut Definition ein „Semi-Open World Action Adventure First-Person Shooter“ und genauso schrecklich, wie sich diese Definition lesen lässt, so kann man sich RAGE auch ungefähr vorstellen.

Bereits während der Installation auf einem PS3-System ruckelt die Musik so nervtötend, das man jegliche Lust an dem Spiel verlieren könnte. Doch gibt man dem ganzen eine Chance startet man die Kampagne und betrachtet erstmal ein gut gemachtes und sehr theatralisch insziniertes Cinematic-Intro, welches mit wenigen Bildern die Story erklärt.

Großer Asteroid trifft Erde. Als Teilnehmer von Projekt Eden bist du einer der Glücklichen welcher in der „Arche 437a“ die Katastrophe in einer Cryokapsel überlebt. Ganze 106 Jahre nach dem Vorfall wird man wegen einer Fehlfunktion der Arche in die postapokalyptische Welt entlassen und findet direkt den größten Manko dieses Titels vor. Nachladende Texturen wohin das Auge reicht.

Es ist schrecklich anzuschauen wie man ein paar Meter läuft, die endlich nachgeladenen Texturen hinter sich lässt, nur um dann erneut ein Matsch an nachladenden Texturen vor sich zu finden. Dieses Prozedere zieht sich durch das ganze Spiel und wenn man das ganze nicht einfach ignorieren kann sind schmerzende Augen vorprogrammiert.

Man verlässt nun unweigerlich, die zwischenzeitlich endlich nachgeladene, Umgebung vor der Arche, um dann wehrlos von zwei Mutanten überfallen zu werden. Was glaubt Ihr wird nun passieren? Genau! Ein Fremder kommt um Euch zu retten. Willkommen in der unglaublich flachen Story von RAGE.

Das Spielkonzept gestaltet sich genauso einfach und simpel wie die Story. Auftraggeber erteilen typische Jobs wie beschütze Person X, bring das Objekt Y von A nach B, Erkunde den Ort Z, usw. das typische Aufgabenreptoire eben. Daher findet man sich nach einigen Spielminuten auch schon im Feindgebiet wieder und man darf mit einer gerade erhaltenen Pistole jagd auf Mutanten machen. Was einem auffällt, die Entwickler haben gleich ganz auf ein Deckungssystem verzichtet. Stattdessen versucht man geduckt oder stehend möglichst geschickt hinter irgendwelchen Objekten seine Stellung zu beziehen um vom feindlichen Feuer nicht umgenietet zu werden. In hektischen Situation leider leichter gesagt als getan. Die KI hingegen kann sich um Ecken lehnen und Blind aus der Deckung feuern – ein unfairer Vorteil.

Das Waffenarsenal gestaltet sich auch eher dürftig und wenig spektakulär. Ebenso die Animiationen und das Aussehen von Objekten und Personen. Getötet Gegner beispielsweise sacken „PhysX“ gerecht zusammen, oder stolpern ein zwei Schritte weiter. Alles wirkt leicht stereotypisch und lieblos.

Das „Semi“ in „Semi-Open Word“ sollte zudem fett und dreimal unterschrichen sein. Zwar ist die Welt mit Fahrzeugen, welche man im Spielverlauf erhält, recht frei befahrbar, aber zu Fuß kann man Gebäude und Felsen meist nicht erkunden.

Apropos Fahrzeuge, diese sind ein wirkliches Highlight in diesem Spiel. In Death-Race-Manier kann man an Rennen im Ödland teilnehmen oder in der „SEMI-Open World“ mit aufmontierten Waffen die fetzen fliegen lassen. Bei ersterem kann man Rennscheine gewinnen um seine Karren aufzumotzen. Das macht kurzzeitig richtig Spaß, aber der ist leider viel zu schnell zu Ende.

Der Mehrspieler-Modus, besonders der Koop-Part, ob zu zweit an einer Konsole oder Online, macht dafür echt Fun. Je nach Schwierigkeitsgrad ist man auf BackUp des Mitspielers angewiesen und gutes Teamplay wird gefordert. Das ist aber auch, meiner Meinung nach, der einzige Lichtblick.

Unterm Strich ist der Endzeit-Titel RAGE ganz nett, aber wird dem Hype bei weitem nicht gerecht. Es sieht mehr nach einer experimentellen Version eines Games für die „Fall Out“-Reihe aus und ist eher eine magere Dosenkost für jeden Fan dieses Genre, als eine warm Mahlzeit.

Es ist Schade, denn es steckt sehr viel ungenutztes Potential in diesem Game.

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